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	<title>Unsere Gedanken gestalten unsere Welt &#187; Gesellschaft / Regierung / Staat</title>
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	<description>Dr. Jörg Krenmayrs Ideen und Gedanken zu aktuellen Entwicklungen seiner Forschungen und in der Welt</description>
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		<title>Arbeitslosigkeit in Newtopia</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Jan 2013 13:29:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[jkrenmayr]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft / Regierung / Staat]]></category>

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		<description><![CDATA[Arbeitslosigkeit wie man sie heute in Österreich kennt, würde es bei einer Neustrukturierung der Arbeitswoche, wie es in den vorherigen Blog-Beiträgen skizziert wurde, nicht geben. Das ist auch einfach zu erklären. In den vorangegangen Beiträgen wurde erklärt, welche Vorteile es &#8230; <a href="http://www.joergkrenmayr.at/blog/?p=71">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Arbeitslosigkeit wie man sie heute in Österreich kennt, würde es bei einer Neustrukturierung der Arbeitswoche, wie es in den vorherigen Blog-Beiträgen skizziert wurde, nicht geben. Das ist auch einfach zu erklären.</p>
<p>In den vorangegangen Beiträgen wurde erklärt, welche Vorteile es hätte, wenn jeder Bürger einen Tag körperlicher Arbeit (angepasst an seine Möglichkeiten), einen Tag allgemeindienlichen Tätigkeiten und drei Tage seiner eigentlichen Berufung nachgeht. Die menschlichen Bedürfnisse und die gesellschaftlichen Erfordernisse könnten dadurch wesentlich besser in eine harmonische und menschenfreundliche Beziehung gebracht werden. Die steuerlichen Aufwendungen würden viel geringer, die Lebensarbeitszeit könnte verlängert werden, weil man nicht so einseitig ausgebeutet und abgenutzt wird und die Zeit auch viel kurzweiliger und abwechslungsreicher gelebt wird, + + +</p>
<p>Die Arbeitslosigkeit gibt es in so einem System nicht. Sie könnte sich ja nur auf die drei Tage beziehen, die man einer eigenen Berufung nachgehen würde. Hat man eine solche noch nicht gefunden oder findet man keine Stelle, so arbeitet man eben diese Zeit fünf Tage die Woche in jenen Bereichen, die man ansonsten nur zwei Tage hat (körperlich, allgemeindienlich) &#8211; je nach den Präferenzen des Berufungssuchenden. Arbeitslosigkeit gibt es also per se nicht mehr &#8211; nur Leute, die ihre Berufung noch nicht gefunden haben. Das ist rein psychologisch für uns Menschen ein erheblicher Unterschied. Hinzu kommt eine unfassbare finanzielle Entlastung bezüglich des Arbeitslosengeldes. Das Arbeitsmarktservice wird dann als Koordinationsstelle für die benötigten Kräfte und als Förderer zur Findung der Berufung eingesetzt. Das ist auch für die Leute, die am AMS arbeiten, schöner, weil in so einem System gar keine Drückeberger existieren &#8211; sobald die Arbeitsstruktur in den Köpfen der Menschen angekommen ist.</p>
<p>Psychologisch ist es deshalb so positiv für die Menschen, weil Arbeitslosigkeit sehr schnell zu einem bröckelnden Selbstvertrauen führen und zu einer sich einschleichenden Motivationslosigkeit, die oft durch berufliche Orientierungslosigkeit ausgelöst wird. Neben der Arbeit, die sie nun ohnehin machen und dadurch auch immer ihr Geld verdienen, wird ihnen Freiraum für Fortbildungen und Maßnahmen zur persönlichen Entwicklung gegeben, sodass sie die Gelegenheit bekommen ihre Berufung zu finden.</p>
<p>Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass wir so stets praktisch alle Menschen in der Wertschöpfung halten, wir dadurch eine wesentlich höhere Wirtschaftsleistung erhalten und die Menschen &#8211; sofern nicht körperlich tatsächlich zu stark beeinträchtigt &#8211; immer die Möglichkeit haben ihre Zeiten für die Pensionsversicherung zusammenzubekommen. Dadurch reduziert sich automatisch auch die Pensionslücke am Ende des Arbeitslebens.</p>
<p>In Newtopia gibt es keine Arbeitslosigkeit wie wir sie heute kennen und erleiden.</p>
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		<title>Arbeit in Newtopia &#8211; 1 Tag Allgemeinnützliches / 3 Tage der Berufung nachgehen</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Dec 2012 18:29:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[jkrenmayr]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft / Regierung / Staat]]></category>

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		<description><![CDATA[Im letzten Eintrag ging es darum, dass in einer Welt, in der die Bedürfnisse der Menschen möglichst gut befriedigt und die negativen Erscheinungen unserer sozialen Natur möglichst schwach entstehen, ein oder zwei Tage in der Woche jeder Mensch etwas körperliches &#8230; <a href="http://www.joergkrenmayr.at/blog/?p=66">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Im letzten Eintrag ging es darum, dass in einer Welt, in der die Bedürfnisse der Menschen möglichst gut befriedigt und die negativen Erscheinungen unserer sozialen Natur möglichst schwach entstehen, ein oder zwei Tage in der Woche jeder Mensch etwas körperliches arbeiten sollte. Letztlich würde es wohl ein Tag körperliche Arbeit sein und eben ein Tag allgemeinnützliche Arbeit &#8211; wobei sich das ja durchaus überschneiden kann.</p>
<p><strong>Allgemeinnützliche Arbeit &#8211; Ein Tag in der Woche</strong><br />
Hierbei geht es um Arbeiten, die heute auch sehr oft von ehrenamtlichen Personen geleistet werden aber genauso um z.B. Pflegedienste, lehrende Aufgaben &#8211; also um Zeit und Kraft, die man direkt für jemand anderen investiert. Aber warum sollten wir das machen?</p>
<p>Zum einen befriedigt man direkt das in uns evolutionär extrem starke Bedürfnis etwas Sinnvolles zu tun. Viele sind heute auf der Suche nach einem <strong>Sinn für ihr Leben</strong>. Die Natur spricht dabei aber ohnehin eine deutliche Sprache. Es geht in der Natur nicht primär um die Individuen sondern um die Zusammenhänge, um die Wirkung der Einzelnen aufeinander und das dadurch entstehende Ganze. Deshalb ist das Bedürfnis der Arterhaltung in uns Menschen auch wahnsinnig stark. Dabei geht es nicht darum, dass man jeden der eigenen Art erhält, sondern dass man Menschen schützt und unterstützt, die einem wirklich wichtig sind, z.B. die eigenen Kinder, geliebte Familienmitglieder und Freunde. Wenn wir anderen Menschen helfen, dann stärken wir unsere Art und das ist automatisch ein gutes Gefühl, sofern wir der Meinung sind, die Menschen, denen wir helfen, verdienen unsere Unterstützung. Damit reduzieren wir das in der heutigen Gesellschaft massiv auftretende Phänomen der Sinnkrise.</p>
<p>Anerkennung ist ebenfalls ein starkes menschliches Bedürfnis. Wenn wir anderen Menschen helfen, wird uns relativ oft gedankt. Diese Wertschätzung erhöht unseren <strong>Selbstwert</strong> &#8211; wir fühlen uns einfach besser und wertvoller. Wir tragen etwas für unsere Gesellschaft bei, wir sind auch einmal selbstlos und werden dafür mit sehr schönen Gefühlen belohnt. Wenn jemand wirklich selbstlos und gütig ist, dann bekommt so ein Mensch auch eine andere Ausstrahlung. Jedem ist klar, dass jemand selbstsüchtiger, egoistischer und vielleicht richtig hinterhältiger eine andere Körperhaltung, einen andere Mimik und Gestik hat, als eine Person mit menschlicher Größe. Menschliche Größe misst sich nicht am Ausmaß der Stärke sondern an der Art wie man mit dieser verfährt. Wer sich für die schwächeren einsetzt, der erhöht massiv seinen Selbstwert, wird mit sich selbst wunderbar im Reinen sein und dadurch eine weitaus höhere gefühlte Lebensqualität haben.</p>
<p>Auch dieser Tag dient dazu, dass man die Gefahr untergräbt, dass manche Menschen auf andere herabsehen. Es fehlt heutzutage zu oft an einem gesunden Ausmaß an Demut. Einen wertvollen Menschen, dem jegliche <strong>Demut</strong> fehlt, gibt es nicht. Die Dankbarkeit existieren zu dürfen; die Dankbarkeit, dass andere, einem wichtige Menschen um einen sind; die Dankbarkeit anderen mit den eigenen Mitteln helfen zu können &#8211; wer dies fühlen kann, der besitzt die Grundlage für menschliche Größe. Wer diese besitzt wird nicht auf andere hinabblicken sondern versuchen diese zu stärken. Man muss sich nur eine Gesellschaft vorstellen, in der ein Großteil der Menschen versuchen mit einem Teil ihrer Zeit und Kraft positiv auf andere Menschen zu wirken, ihnen zu helfen &#8211; dort wo sie stark sind. Und dafür wird einem natürlich auch geholfen, dort wo man noch ein wenig schwächer ist. Durch die Vernetzung von Fähigkeiten und Energien entstehen erst starke, überlebensfähige und lebenswerte Gesellschaften.</p>
<p>Für die Gesellschaft reduziert sich der sich stark abzeichnende Mangel an Kräften im sozialen Bereich. Zum anderen würde es viel weniger Menschen geben, die soziale Dienste in Anspruch nehmen müssen, da es ein viel <strong>gesünderes System</strong> ist, in dem viel weniger psychosomatische, psychische und somatische Störungen entstehen. Es gäbe auch ein viel stärkeres Bewusstsein für Krankheiten, Störungen und Gefahren für die Gesundheit &#8211; einfach dadurch, dass man ständig (wenn auch nur einen Tag die Woche) mit Menschen in Kontakt ist, die Probleme habe und von denen man auch lernt wie es dazu gekommen ist und wie man sich selbst davor schützen kann. Dadurch hat man automatisch eine hohe präventive Wirkung und muss nicht ständig Menschen reparieren &#8211; so wie es heute der Fall ist.</p>
<p>Es gibt <strong>weniger menschliche Verarmung und Vereinsamung</strong>, wenn man dafür sorgt, dass die verfügbaren Arbeitskräfte in Systeme gefasst werden, die dafür sorgen, dass ungesunde Abkapselungen erkannt und sanft rückentwickelt werden. Generell kann es kaum das Gefühl der Einsamkeit geben, wenn man in einem multidienstlichen Gesellschaftssystem funktioniert, weil man von Haus aus in mehreren menschlichen Gruppen aktiv ist und die Einstellung der Menschen zueinander eine viel respektvollere wäre.</p>
<p>Es wird zudem weniger Burn-out-Fälle im sozialen Bereich geben, weil es ja nicht mehr den einen sozialen Bereich mit seinen fixen Angestellten gibt, sondern ein ganze Gesellschaft den sozialen Bereich bearbeitet. Es ist ja nicht das Problem jemanden zu pflegen. Genauso wenig ist es problematisch oder schädlich körperlich zu arbeiten. Das extreme Ausmaß, die Einseitigkeit ist aber bereits kurz- und mittelfristig verheerend. Dadurch, dass es nur ein Tag in der Woche ist, wird man niemals dazu veranlasst sein eine Woche durchgehend jemand zu pflegen &#8211; auch nicht in der eigene Familie, weil es eine Reihe Bezugspersonen gibt, die einem helfen. So kann man sein Leben lang auch in den Bereichen arbeiten, die einen besonders interessieren. So kann es nie zu einer Stresseskalation kommen, die zu einer Kollabierung unseres Innenlebens führt &#8211; Burn-out / Depression.</p>
<p><strong>Drei Tage für unseren Beruf / unsere Berufung</strong><br />
Drei Tage, die wir dann mit Leidenschaft unserem Beruf nachgehen können. Durch die Pausen entsteht ein gesunder Abstand zu den Aufgaben im Beruf. Diesen sollten wir nach unseren Interessen und natürlich auch in Anbetracht des Nutzens für andere wählen &#8211; weil uns wohl sonst keiner für unsere Leistung bezahlen wird. Wobei durchaus zu beachten ist, wenn man wirklich eine<strong> Leidenschaft</strong> für etwas hat und dadurch ja auch gerne hart an sich arbeitet um darin besser zu werden, dann wird man mittelfristig so gut, dass man Abnehmer für seine Leistungen findet.</p>
<p>Wenn man nicht jeden Tag mit dem Kopf in der gleichen Arbeit steckt, bleibt man länger hungrig und interessiert. Manche glauben, dass man mit weniger Zeit automatisch weniger leistet. Das würde aber nur gelten, wenn der Mensch gleichmäßig die gleiche <strong>Leistungsmenge und -qualität</strong> produzieren würde. Das können wir aber nicht. Durch Gewöhnung, Langeweile, Konzentrationsabfall, einseitige Überlastungen, etc. reduziert sich die Leistungsfähigkeit zusehends, wenn man zu viel an einer Sache dran ist. Durch die Abstände durch die körperliche Arbeit und die allgemeinnützliche Arbeit ist die Leistungsfähigkeit, wenn man in seinem Beruf ist, schlicht höher. Man ist ja nicht so lange weg, dass man sich immer wieder neu einarbeiten müsste.</p>
<p>Abwechslung hält uns beweglich und stark &#8211; sowohl Körper als auch Geist. Manche meine sicher, dass man dann zu wenig Zeit hat um Geld zu verdienen. Man darf aber nicht vergessen, dass durch die zwei Tage, die wir ja in Aufgaben investieren, die für gewöhnlich über Steuergelder finanziert sind, die Steuerausgaben zum Großteil einfach entfallen und damit die Steuerbelastungen massiv wegfallen. Man leitet quasi das, was man sich normaler Weise teuer erkauft &#8211; plus der zahlreichen Vorteile, die sich daraus noch ergeben, wie hier vorgestellt wurde.</p>
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		<title>Arbeitswelt in Newtopia</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Nov 2012 15:02:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[jkrenmayr]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft / Regierung / Staat]]></category>

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		<description><![CDATA[Immer wieder lande ich in Diskussionen über Gesellschaftsformen und den Themen Arbeit, Bildung, Gesundheitswesen, Sicherheit, etc. Über diese Themen hab ich teilweise aus den sich mir eröffneten wissenschaftlichen Einsichten sinniert und habe mir überlegt wie unsere Arbeitswelt aufgebaut sein müsste, &#8230; <a href="http://www.joergkrenmayr.at/blog/?p=63">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Immer wieder lande ich in Diskussionen über Gesellschaftsformen und den Themen Arbeit, Bildung, Gesundheitswesen, Sicherheit, etc. Über diese Themen hab ich teilweise aus den sich mir eröffneten wissenschaftlichen Einsichten sinniert und habe mir überlegt wie unsere Arbeitswelt aufgebaut sein müsste, wenn sie dem menschlichen Wesen entsprechen sollte. Dabei kommt man auf Ansätze, die so wohl nie umgesetzt werden können, die aber dennoch mit Abstand am stärksten die menschliche Natur so berücksichtigen, dass viele negative gesellschaftliche Entwicklungen direkt beseitigt würden.</p>
<p>Abgeleitet von den zentralen Bedürfnissen, wäre unser Arbeitsleben ganz anders zu gestalten  als es heute üblich ist. Die nächsten Blog-Artikel werden eine Arbeitswoche schildern, die unserem menschlichen Bedürfnissystem entsprechen würden.</p>
<p><strong>Zwei Tage in der Woche würde jeder Mensch körperlich arbeiten</strong><br />
Dadurch wird zum einen der somatischen Degeneration unser Generation entgegengewirkt. Zudem werden überschüssige kinetische Energien, die zur Unruhe führen, wenn sie nicht abgebaut werden, regelmäßig verbrannt. Man müsste weniger oft ins Fitness-Studio oder zum Sport, wobei das natürlich trotzdem gesund und sinnvoll ist &#8211; sofern richtig gemacht. Indem es aber nur zwei Tage in der Woche sind, kommt es nicht zu starken körperlichen Belastungen. Es gibt einfach immer ausreichend Regeneration zwischen den Tagen. Dadurch kann man bis ins hohe Alter, wenn auch dann natürlich in anderem Umfang, körperlich etwas machen. Der Körper bleibt vitaler, infektionsresistenter, beweglicher, etc.</p>
<p>Zudem würde man so an zwei Tagen jeder Woche etwas erschaffen, das man sieht. Viele Jobs sind heute so ausgelegt, dass die Leute eigentlich nur mit virtuellen Dingen arbeiten (Zahlen, Texte, Termine, Abmachungen, Verträge, &#8230;) und nie etwas Echtes erschaffen. Daraus ergibt sich für viele Menschen der Drang in der Freizeit z.B. im Garten zu arbeiten, zu Handwerkeln, etc. um auch wieder mal das Gefühl zu haben etwas Nachweisbares geschaffen zu haben, etwas, das man mit Händen greifen kann, etwas, das jemand braucht.</p>
<p>Zudem verschwinden diese unnötigen und eigentlich wirklich idiotischen Gedanken hinsichtlich Standesunterschiede und der Wertung bezüglich &#8220;niederer&#8221; Arbeiten. Es gibt kein Aufeinanderherabsehen, sobald wir miteinander etwas geschaffen haben bzw. jeder auch ein wenig körperlich arbeitet. Es ist sowieso eine Unverschämtheit, mit welchen Wertungen heute auf manche Arbeitsbereiche geblickt wird. Die Tätigkeiten, die unseren Alltag mit einem Fundament begründen, z.B. Landwirtschaft, Handwerker, alles was die Infrastruktur tatsächlich am Laufen hält (Müllabfuhr, Installateure,&#8230;) werden von vielen als minderwertig eingestuft. Dort wird oftmals auch wenig gezahlt. Wenn jeder einen Teil seiner Kraft in eben jene so wichtigen Tätigkeiten einsetzen würde, bekommt man nicht nur einen realistischeren Einblick, es fallen auch die Vorurteile weg und man hat das verdiente Gefühl, dass man etwas für das Allgemeinwohl getan hat.</p>
<p>Weiters entschärft man diese naive Motivationsidee in der Bildungspolitik, die eine Karotte in die Luft hält, die, wenn sich jeder nach ihr strecken würde, die Gesellschaft kaputt macht. Es wird uns vermittelt, dass man mit einer tollen Ausbildung nur mehr schöne Jobs machen muss, bei denen man sich nicht schmutzig macht, nicht schwitzen muss, andere leitet, etc. Es ist aber einfach nicht möglich, dass alle anschaffen und keiner arbeitet mehr operativ. Kants kategorischer Imperativ lässt grüßen. Wir sollten jedem Menschen gut Inhalte und gute Erkenntnisse vermitteln und dadurch, dass wir verschiedene Bereiche in unserem Leben integrieren, kann man seinen Horizont offener halten. Dass Spezialisierung nur bedingt gut ist, hat man die letzten Jahre oftmals gesehen. Je breiter jemand aufgestellt ist, umso schneller findet sich so jemand in einem neuen Bereich zurecht, einfach weil diese Person ja bereits auf viel Wissen zurückgreifen kann.</p>
<p>Ein weiterer Vorteil ist, dass man bei körperlicher Arbeit den Kopf gut frei bekommt. Der Abstand zu den stärker geistig orientierten Tätigkeiten, die es natürlich auch in den fünf Tagen gibt, hilft uns die Zeit, wenn wir dann geistig arbeiten, viel kreativer und effizienter zu sein. Hier kann man die Möglichkeiten des integrierten Lernens und Denkens noch besser nutzen. Der Mensch ist nicht geschaffen immer nur das Gleiche zu tun oder einen Bereich seines Lebens dominant werden zu lassen. Das macht uns kaputt, lässt uns ausbrennen, nimmt uns den Sinn in unserem Tun.</p>
<p>Zwei Tage sollten wir also körperlich arbeiten.</p>
<p>Einen Tag sollten wir etwas gesellschaftlich orientiertes machen, z.B. Pflege, im Sicherheitsbereich,&#8230; Aufgaben, die heute oft ehrenamtlich übernommen werden.</p>
<p>Dazu im nächsten Artikel mehr.</p>
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